Kururlaub im Salzkammergut

Wussten Sie schon, dass deutsche Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen auch Kuren in Österreich unterstützen? Jede Krankenkasse definiert dafür allerdings eigene Bedingungen bzw. arbeitet mit ausgewählten Partnern im EU-Ausland zusammen. Fragen Sie einfach bei Ihrer Kasse nach, ob Therapieleistungen im Salzkammergut übernommen werden.

Karte der Kurorte:

Sechs Kurorte

Im Salzkammergut liegen sechs Kurorte. Die heilenden Wirkungen, auf die sich die Patienten freuen können, gehen vor allem von den „Elementen“ Luft und (Salz-)Wasser aus. Darüber hinaus bieten Praxen und Kliniken weitere Therapien an, die den Bewegungsapparat stärken, zum Beispiel Physiotherapie und Massage.

Altaussee: Der Ort am kleinen See zu Füßen des Losers ist seit 1989 Luftkurort. Außerdem besteht hier eine Heilquelle mit hohen Konzentrationen an Glaubersalz (Natriumsulfat) und verschiedenen Mineralstoffen. Neben Badeanwendungen werden in Altaussee vor allem Trinkkuren empfohlen. Das Heilwasser soll bei Erkrankungen des Verdauungssystems und bei Gicht helfen.

Bad Aussee liegt ebenfalls am Altausseer See, ist aber deutlich größer als das benachbarte Altaussee. Schon seit 1868 gilt es als Kurort und darf sich seit 1911 „Bad“ nennen. Anwendungen mit salzhaltigem Wasser (Solebad) stehen in Bad Aussee im Mittelpunkt.

Auch Bad Goisern am Hallstättersee bietet den Kurgästen eine doppelte Heilwirkung: Der Ort ist seit 1931 sowohl als Heilbad als auch als Luftkurort anerkannt. Die Geschichte der Solefunde, die heute Grundlage vieler Therapien sind, reicht sogar bis ins Mittelalter zurück. Das Heilwasser aus Bad Goisern enthält Fluorid und Schwefel.

Bad Ischl besitzt ebenfalls eine lange Tradition als Kurort. Die ersten Kuranlagen entstanden schon Anfang des 19. Jahrhunderts. Viele Adlige aus den europäischen Herrschaftshäusern erhofften sich in dem Solebad gesundheitliche Verbesserungen. Kaiser Franz Joseph I. (einem deutschen Publikum auch bekannt durch seine Gemahlin Elisabeth „Sisi“ von Österreich) verbrachte hier üblicherweise seinen Sommerurlaub. Seit 1906 darf Ischl offiziell den Titel „Bad“ führen.

Bad Mitterndorf (mehr Infos) war sogar schon zur Römerzeit als Badeort bekannt. Bis zur Anerkennung als neuzeitlicher Kurort dauerte es aber bis 1972. Das Wasser aus den Heilbrunner Thermalquellen ist über 25 Grad warm und enthält hohe Anteile an Magnesium, Calcium, Sulfat und Hydrogencarbonat.

Kur- und Badeanstalt in Gmunden - Quelle: gemeinfrei

Kur- und Badeanstalt in Gmunden – Quelle: gemeinfrei

Das Solebad Gmunden stand im 19. Jahrhundert vor allem mit Ischl in Konkurrenz um Badegäste. Im Jahr 1862 wurde Gmunden dann als Luftkurort anerkannt. Heutzutage ist in der Stadt am Traunsee außerdem ein neurologisches Therapiezentrum angesiedelt.