Seenvielfalt von den Gosauseen bis zum Toplitzsee

Gerade die vielen kleineren Seen des Salzkammerguts haben ihre Eigenheiten und Besonderheiten. Manchmal, wie beim Toplitzsee, sind es auch Legenden, die den Seen eine geheimnisvolle Note verleihen. Wir stellen Ihnen einige bemerkenswerte Gewässer vor.

Altausseer See

Zu Füßen des Toten Gebirges liegt der Altausseer See. Vom Skigebiet Loser hat man einen guten Blick auf den See und das umgebende Naturschutzgebiet. In dem sauerstoffreichen Gewässer sind Fische wie Saibling und Forelle zu Hause. An seinem Westufer befindet sich der Kurort Altaussee mit seinem Salzbergwerk.

Fuschlsee

Der Fuschlsee markiert den äußersten Westen des Salzkammerguts und zählt mit rund 2,5 Quadratkilometern Fläche noch zu den größeren Seen. Die Berge erreichen hier nur Mittelgebirgshöhen. Dafür ist die Umgebung des Fuschlsees ein Paradies für Golfer, die hier mehrere Plätze vorfinden. Am Seeufer liegt auch Schloss Fuschl – ein Fünf-Sterne-Hotel, das früher als Filmkulisse für die Sissi-Verfilmungen diente.

Gemälde von Josef Thoma: "Blick auf den Gosau See", gemalt spätestens 1899

Gemälde von Josef Thoma: „Blick auf den Gosau See“, gemalt spätestens 1899 (gemeinfrei)

Gosauseen

Aus drei kleinen Bergseen besteht diese Seenkette: Vorderer Gosausee, Gosaulacke und Hinterer Gosausee. Die Seen sind nicht nur beliebte Fotomotive, sondern eigenen sich hervorragend für Wandertouren am Seeufer und für Tauchgänge. Das Wasser gilt sogar im Vergleich mit den anderen Salzkammergutseen als extrem klar. Oberhalb der Seen erstreckt sich das große Skigebiet Dachstein-West.

Grundlsee

Mit etwa 4,2 Quadratkilometern ist der Grundlsee der größte See des österreichischen Bundeslandes Steiermark. Der Grundlsee ist eingerahmt vom Toten Gebirge und bietet ein echtes Hochgebirgspanorama. Von Bad Aussee kommend führt eine Straße am Nordufer entlang, während der Süden unpassierbar ist. Taucher, Segler und Surfer bevölkern gerne den sauberen See, auch Ausflugsschiffe sind hier unterwegs.

Irrsee

In eine flache Hügellandschaft ist der Irrsee (oder „Zeller See“) eingebettet. Er liegt an der Nordwestecke des Salzkammerguts und misst 3,5 Quadratkilometer Wasserfläche. Moore und Schilfgürtel zeichnen den Irrsee als besonders naturnah aus. Der gesamte See steht unter Naturschutz. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen ist er ideal zum Baden. Hierher kommen Urlauber, die dem Trubel der bekannteren Salzkammergut-Orte entgehen wollen.

Toplitzsee

Der beim Grundlsee liegende Toplitzsee ist vergleichsweise winzig – und dennoch ist er einer der außergewöhnlichsten Seen Österreichs. Gleich zwei Besonderheiten machen ihn zum Ziel moderner Schatzsucher: Zum einen enthält das Seewasser ab rund 20 Meter Tiefe keinen Sauerstoff mehr, was Verrottungsprozesse fast vollständig stoppt. Zum anderen hält sich hartnäckig das Gerücht, zum Weltkriegsende hätten die Nazis in dem bis zu 103 Meter tiefen Bergsee Gold und Kunstgegenstände versenkt. Mehrere Tauchexpeditionen versuchten seither den Schatz zu heben – bislang vergeblich. Statt Gold fanden sie nur gut erhaltenes Falschgeld.