St. Gilgen

Neben St. Wolfgang ist St. Gilgen der wichtigste Ort am Wolfgangsee. Benannt wurde er nach Ägidius von St. Gilles, einem Heiligen aus dem fernen Frankreich. St. Gilgen schlummerte lange vor sich hin, bevor es im 19. Jahrhundert aufblühte. Seinerzeit entdeckten Prominente und Künstler den Ort am Nordwestufer für sich. Die berühmteste Einwohnerinnen waren allerdings die Mutter sowie die Schwester des genialen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.

Blick vom Zwölferhorn auf St. Gilgen - © Bernd Deschauer / pixelio.de

Blick vom Zwölferhorn auf St. Gilgen – © Bernd Deschauer / Pixelio.de

Heimat der Familie Mozart

Heute erinnert das Mozarthaus St. Gilgen an die Familie. In diesem Haus wurde Mozarts Mutter Anna Maria im Jahr 1720 geboren. Von 1784 bis 1801 wohnte dort Mozarts Schwester „Nannerl“, der nun eine ständige Ausstellung gewidmet ist. Allerdings hat der Komponist selbst nie das Wohnhaus seiner Verwandten besucht, hatte also nur indirekte Bande nach St. Gilgen.

Tolle Berge: Zwölferhorn, Plombergstein und Falkenstein

Das wichtigste Freizeitgebiet am Wolfgangsee ist der 1521 Meter hohe Berg Zwölferhorn, der sich gleich im Südwesten von St. Gilgen erhebt. Der Besucher hat eine große Auswahl, mit welchen Mitteln er am liebsten auf den Gipfel und wieder zurück ins Tal kommt: mit Wanderschuhen, in der Kabinenseilbahn, am Gleitschirm hängend oder mit Abfahrtsskiern unter den Füßen.

Ganz in Ortsnähe liegt auch der Plombergstein. Das Besondere des steilen Felsens ist ein Klettergarten mit mehr als 100 Touren. Viele von ihnen sind auch für Einsteiger und Kinder gut geeignet.

Weniger spektakulär, aber doch ein schönes Ausflugsziel ist der Berg Falkenstein südwestlich von St. Gilgen. An dieser Seite des Wolfgangsees gibt es keine durchgehende Straßenverbindung, stattdessen verläuft hier der historische St.-Rupert-Pilgerweg nach St. Wolfgang. Der Ort St. Wolfgang war über Jahrhunderte hinweg ein überregional wichtiger Wallfahrtsort.